Entdecken Sie den Naturpfad: Natur erleben!

Die Stationen des Naturpfades

Klassische Naturpfade folgen von der Natur vorgegebenen Linien, wie Berg-ketten, Flussläufen oder Meeresküsten; in Rödgen und Umgebung gibt es aber keine solchen Vorzeichnungen. Die im Folgenden beschriebenen Beobach-tungspunkte (Stops) bilden vielmehr ein Netz, dessen Knotenpunkte einiger-maßen gleichmäßig über die Region verteilt sind. Trotzdem folgt die Numme-rierung einer Art von verschlungener „Perlenkette“, der man auf der Karte Abb. 4.1-1 (u. Rückendeckel Begleitbuch) folgen kann. Diese Kette ist so lang, dass sie wohl nicht jeder an einem Stück ablaufen mag. Deshalb können sich Interessierte die Stops „häppchenweise“ anschauen, indem sie entweder Teil-abschnitte aufsuchen oder verschiedene Themen verfolgen, wie z. B. Aus-sichtspunkte, geologische Details, Quellen oder Botanik.
Die Hügelgräber der späten Bronze- und frühen Eisenzeit auf beiden Seiten der B 49 (südlich des Baggersees, Begleitbuch Kap. 2) sind nicht zugänglich, weil – wie in allen Waldgebieten von Rödgen und Umgebung – Lebensgefahr durch herabfallende tote Äste besteht. Bitte bleiben Sie auf den Wegen. Dasgilt vor allem für die Brut-und Setz-Zeit der Tiere. Das ist bei bodenbrütenden Vögeln von Februar bis Ende Mai, bei Rehkitzen Mitte bis Ende Mai und bei Junghasen der ganze Zeitraum von Frühjahr bis September. Bitte halten Sie Ihre Hunde an der Leine (sie kann ja lang sein).
Die ausgewählten Stops sind auf Güterwegen oder Pfaden gut fußläufig, teil-weise auch mit dem Fahrrad zu erreichen. Festes Schuhwerk ist immer zu empfehlen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Wegeverbindungen auch für ältere Menschen mit elektrischen Rollstühlen oder dreirädrigen E-Bikes be-fahrbar sind, können das aber nicht garantieren, weil ein Teil der Wege auch von der Holzabfuhr und Landmaschinen genutzt wird.
Naturgemäß ist das Bild der Stops vom Wetter abhängig: Aussichtspunkte sind bei schlechter Sicht uninteressant, der Pflanzenwuchs wechselt mit der Jahreszeit und künstliche „Aufschlüsse“ wie Baugruben, Leitungsgräben und Entwässerungsgräben sind vergänglich. Soweit es die geologischen Grund-lagen betrifft, ist deren Gesamtbild über einen Zeitraum von ca. 25 Jahren gewachsen. Die Verfasser empfehlen deshalb, den Naturpfad immer wieder zu begehen.
Die Beschreibungen der Stops sind im Begleitbuch zum Naturpfad abgedruckt, vor Ort aber auch mit kleinen Tafeln markiert, von denen die Informationen mit dem Smartphone über QR-Codes abrufbar sind. Achtung: die QR-Tafeln stehen oft nicht direkt am beschriebenen Objekt, sondern am Punkt von dem aus man das Objekt sieht. Dabei handelt es sich meist um Panoramablicke oder Aussichten auf Flächen mit Betretungsverbot (wie z. B. im Naturschutz-gebiet Aschborn-Udersborn). Die Hinweise auf Pflanzengemeinschaften sind nicht durch gesonderte Tafeln markiert, weil es sich um Flächen handelt. So-weit diese Flächen landwirtschaftlich genutzt werden und eingezäunt sind, sollen sie nur unter der Führung von Herrn de Jong auf separaten botani-schen Exkursionen betreten werden.
Der Naturpfad wird jährlich begangen (NABU, Förderverein Heimatmuseum Rödgen, W. Franke).  
Es wäre eine große Hilfe für die Pflege unseres Pfades, wenn neue künstliche Aufschlüsse an den Förderverein Heimatmuseum Rödgen gemeldet würden, ebenso aber auch Schäden an den Tafeln (vorstand@heimatmuseum-roedgen.de).

Stop 1

Wegrand am Nordrand Udersberg, westlich Ortseingang: 

Blick auf Quellgebüsch auf der Wiese zwischen Udersbergstraße und Eisenbahn – UTM (WGS 84): 32 U 481 927 / 5605 309

Vom Waldrand aus kann man die Schichtenfolge unseres Gebietes gut erken-nen (Abb. 4.2-1). Der Steilhang des Udersberges oberhalb des Weges besteht aus Basalt. Der Weg ist angelegt auf den unterlagernden Sanden. Sie reichen bis in die Wiese unterhalb der Udersberg-Straße. Wo der Wiesenhang ver-flacht, beginnt die tiefste Schicht: der wasserundurchlässige Ton. Hier hat sich in einer kleinen Senke das Wasser gesammelt, das aus dem zerklüfteten Basalt und dem durchlässigen Sand austritt. Dort wachsen Weiden und was-serliebende Pflanzen. Das Vorkommen entspricht völlig dem Aschborn im Naturschutzgebiet (Stop 9). Aber auch hier bitten die Eigentümer, das Ge-lände nicht zu betreten.

Stop 2

Rastplatz am Waldrand des Udersberges –UTM (WGS 84): 32 U 481 789 / 5604 997

Von der Bank gute Aussicht nach Südosten über Basaltkappen und den Süd-teil der Ortschaft (Ruhbanksweg) auf die geschlossene Basaltdecke des Berg-waldes. Auch der Udersberg selbst ist eine Basalt-Kappe, die auf der tonigen Unterlage nach Nordwesten abgeglitten ist (Begleitbuch Kap. 1). Ihre Basis liegt ca. 65 m unter dem Gipfelniveau des Bergwaldes.

m Wald nördlich der Bank befin-den sich vier kreisförmige Wälle, die  Betonfundamente umschließen. Hier haben amerikanische Treibstofftanks gestanden (T). Ein Betonklotz nahe dem Gipfel ist das Fundament einer Flakstellung aus dem 2. Weltkrieg (F). Am Nordost-Hang des Udersberges sind Reste einer Wall- und Graben-Anlage erhalten (Abb. 4.2-2: Roter Pfeil, 7-jähriger Krieg? Begleitbuch Kap. 2).

Während der Brut- und Setz-Zeit (Begleitbuch Kap. 3.10) bitte unbedingt auf den Wegen bleiben! Die Bodendenkmäler sind ohnehin nach dem Laubfall besser aufzufinden und zu begehen. Vorsicht an den steilen Hängen!

Bild: Abb. 4.2-2: Bodendenkmäler am Udersberg

Stop 3

Basaltkappe auf Ton westlich unterhalb des Ruhbanksweges - UTM (WGS 84): 32 U 481 968 / 5604 685

Bei trockenem Wetter erkennt man deutlich den schwächeren Bewuchs der Basaltkappe, oft auch gelbe Verfärbung der Pflanzen auf der Anhöhe östlich gegenüber dem Asphaltweg, im Vergleich zu dem stärkeren, frisch-grünen Bewuchs auf Sand und Ton unter dem Basalt (s. Kap. 3.3). Auch der flache Buckel mit Weide und Reitplatz, der sich gleich südlich der Tafel quer über den Asphaltweg erstreckt, ist eine Kappe aus Basalt. Westlich unterhalb die-ser Kappe gibt es nach Regenfällen zahlreich Feuchtstellen (Wasserführung im klüftigen Basalt und unterlagerndem Kies/Sand, Kap. 1).

Stop 4

Artenreiches Grünland (siehe Begleitbuch Kap. 3.3) –UTM (WGS 84): siehe Stop 5

Im Südwesten der Rödgener Ortslage haben sich durch eine extensive Be-weidung und Mahd besonders artenreiche Wiesen und Weiden erhalten. Im Frühjahr blühen u. a. der Knollige Hahnenfuß und der Körnchen-Steinbrech (Saxifraga granulata) (Abb. 4.2-3) in großer Zahl, im Hochsommer die Kar-thäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) (Abb. 4.2-4) und der Kleine Klap-pertopf (Rhinanthus minor) (Abb. 4.2-5). Besonders bemerkenswert sind die Vorkommen des Gestreiften Klees (Abb. 3.3-3 auf Seite 55), einer niedrig-wüchsigen, im Frühsommer weiß blühenden Art. Diese Art ist bundesweit im Bestand gefährdet.

Stop 5

Wegekreuzung bei Stop 3: Blick nach Nordwesten auf dasRheinische Schiefergebirge – UTM (WGS 84): 32 U 481 847 / 5604 625

Blick nach Westen über das Gießener Becken (Abb. 4.2-7): im Vordergrund das neu  bebaute Alte Flughafen-Gelände, dahinter folgen die Wieseck-Aue (Baumstreifen) und die Häuser von Wieseck. Dahinter liegt der Höhen rücken mit Bismarckturm und dem Evangelischen Krankenhaus sowie dem Ortsteil Wettenberg. Am Fuß dieses Rückens verläuft die östliche Rand störung des Rheinischen Schiefergebirges (Kap. 1), die steil zum Betrachter hin einfällt. An dieser Störung (vordere rote Linie) ist die Hessische Senke (Deckgebirge) gegenüber dem Schiefergebirge (Grundgebirge) um ca. 100 m abgesunken.
Deshalb ist im Vogelsberg und seinem Westrand um Rödgen die Basaltdecke noch erhalten, während auf dem Höhenrücken Bismarckturm-Wettenberg nur noch die Förderschlote (Vetzberg und Gleiberg) erhalten sind. Sie haben die „Gießener Grauwacke“ durchschlagen (Devon bis Unterkarbon, verbaut z. B. im Gießener Zeughaus). Die ehemals über den Schloten gelegenen Vul-kankegel sind bereits abgetragen.
Noch weiter westlich dahinter folgt jenseits einer weiteren Störung (dünne gelbe Linie) ein tieferes Stockwerk des Rheinischen Schiefergebirges, gekrönt von der Kappe des Dünsberges aus Kieselschiefer der Unterkarbon-Zeit (hierca. 345 Mio. Jahre). Sie bilden einen Kluft-Grundwasserspeicher, der die Brun-nen der keltischen Höhensiedlung gespeist hat.
Die Windräder am Horizont stehen auf dem Höhenrücken der Hörre (zum größten Teil verdeckt). Im Hintergrund ganz im Süden (links) der Westerwald.

 

Stop 5

Der Naturpfad lädt dazu ein, die Schönheit der Landschaft in ihrer reinsten Form zu erleben. Umgeben von üppigen Wäldern, sanften Hügeln und plätschernden Bächen, bietet dieser Pfad eine perfekte Gelegenheit, die natürliche Pracht der Region zu genießen. Der Verein fördert nicht nur den nachhaltigen Umgang mit der Natur, sondern auch das Bewusstsein für die Vielfalt der Flora und Fauna, die hier zu Hause ist. Jeder Schritt auf dem Naturpfad vermittelt ein Gefühl der Verbundenheit mit der Umgebung und lässt die Besucher die erholsame Kraft der Natur spüren.

Stop 6

Der Naturpfad lädt dazu ein, die Schönheit der Landschaft in ihrer reinsten Form zu erleben. Umgeben von üppigen Wäldern, sanften Hügeln und plätschernden Bächen, bietet dieser Pfad eine perfekte Gelegenheit, die natürliche Pracht der Region zu genießen. Der Verein fördert nicht nur den nachhaltigen Umgang mit der Natur, sondern auch das Bewusstsein für die Vielfalt der Flora und Fauna, die hier zu Hause ist. Jeder Schritt auf dem Naturpfad vermittelt ein Gefühl der Verbundenheit mit der Umgebung und lässt die Besucher die erholsame Kraft der Natur spüren.

Stop 7

Der Naturpfad lädt dazu ein, die Schönheit der Landschaft in ihrer reinsten Form zu erleben. Umgeben von üppigen Wäldern, sanften Hügeln und plätschernden Bächen, bietet dieser Pfad eine perfekte Gelegenheit, die natürliche Pracht der Region zu genießen. Der Verein fördert nicht nur den nachhaltigen Umgang mit der Natur, sondern auch das Bewusstsein für die Vielfalt der Flora und Fauna, die hier zu Hause ist. Jeder Schritt auf dem Naturpfad vermittelt ein Gefühl der Verbundenheit mit der Umgebung und lässt die Besucher die erholsame Kraft der Natur spüren.

Stop 8

Der Naturpfad lädt dazu ein, die Schönheit der Landschaft in ihrer reinsten Form zu erleben. Umgeben von üppigen Wäldern, sanften Hügeln und plätschernden Bächen, bietet dieser Pfad eine perfekte Gelegenheit, die natürliche Pracht der Region zu genießen. Der Verein fördert nicht nur den nachhaltigen Umgang mit der Natur, sondern auch das Bewusstsein für die Vielfalt der Flora und Fauna, die hier zu Hause ist. Jeder Schritt auf dem Naturpfad vermittelt ein Gefühl der Verbundenheit mit der Umgebung und lässt die Besucher die erholsame Kraft der Natur spüren.

Stop 9

Der Naturpfad lädt dazu ein, die Schönheit der Landschaft in ihrer reinsten Form zu erleben. Umgeben von üppigen Wäldern, sanften Hügeln und plätschernden Bächen, bietet dieser Pfad eine perfekte Gelegenheit, die natürliche Pracht der Region zu genießen. Der Verein fördert nicht nur den nachhaltigen Umgang mit der Natur, sondern auch das Bewusstsein für die Vielfalt der Flora und Fauna, die hier zu Hause ist. Jeder Schritt auf dem Naturpfad vermittelt ein Gefühl der Verbundenheit mit der Umgebung und lässt die Besucher die erholsame Kraft der Natur spüren.

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